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Krebs – was ist das?

Krebs - was ist das Die verschiedensten Zellen unseres Körpers wachsen bzw. teilen sich in der Regel nur dann, wenn sie gebraucht werden, sei es zum Wachstum oder zur Regeneration. Erfolgt die Zellteilung dagegen unkontrolliert, so kommt es zu einer übermäßigen Gewebeneubildung, es entstehen Geschwülste bzw. Tumore. Von gutartigen (benignen) Tumoren spricht man, wenn die Zellen langsam wachsen und nicht in benachbartes Gewebe eindringen und sich nicht über die Blut- oder Lymphbahnen in andere Körperregionen verbreiten. Bei bösartigen (malignen) Tumoren – nur hier spricht man von Krebs, z.B. Karzinom – teilen sich dagegen die Zellen völlig unkontrolliert, sie wachsen schnell in benachbartes Gewebe ein und zerstören es. Schließlich können solche Krebszellen in die Blut- und Lymphbahnen infiltrieren und über den Blutstrom und die Lymphflüssigkeit neue Tochtergeschwülste in anderen Körperarealen bilden. Man spricht in diesem Fall von einer Metastasierung bzw. einer Metastasen-Bildung.

Das unkontrollierte Wachstum der Zellen ist Folge einer Fehlsteuerung des Wachstums – und die wird durch eine Veränderung des Genmaterials der Zellen ausgelöst. Mit anderen Worten: Die Kontrollgene für das Zellwachstum funktionieren nicht mehr zuverlässig.
Meist sind es unterschiedliche Faktoren, die zusammenkommen müssen, und dann meist auch noch über einen sehr langen Zeitraum, um diese Veränderungen auszulösen. Dazu gehören z.B. das ultraviolette Sonnenlicht, radioaktive Strahlung, bestimmte Schimmelpilze bei Lebensmitteln, Chemikalien, bestimmte Virusinfektionen oder wie beim Lungenkrebs das Rauchen.
Auch wenn eben genannte Ursachen wie Nikotin oder Chemikalien den Verdacht nahe legen könnten, dass Krebs eine relativ moderne Krankheit ist, trifft dies nicht zu: Schon vor über 2000 Jahren berichteten griechische Ärzte über den Krebs, den sie „karzinos“ nannten. Dass der Krebs heute zu einer so beherrschenden Krankheit geworden ist – pro Jahr werden in Deutschland über alle Krebsarten mehr als 400.000 neue Krebsfälle diagnostiziert – hat vielmehr vor allem mit der Altersentwicklung zu tun. Wir werden heute viel älter als unsere Vorfahren und damit ist der Zeitraum drastisch gestiegen, während dessen potentielle und tatsächliche Risikofaktoren auf unser Erbmaterial einwirken können.


MK August 2010

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